FCV-Hools attackieren TeBe-Fans

Am 27. Dezember fand in der Frankfurter Brandenburg-Halle das “2. Krombacher Hallenturnier” statt. Vorläufer dessen war das Hallenturnier vom SV Preussen, welches seit der Fusion im Juli 2010 mit Post SV nun vom FC Union Frankfurt (Oder) ausgetragen wird. Doch genauso wie das Turnier sind auch rechte Hools Tradition beim Hallenfussball. Bereits mehrfach in den vergangenen Jahren gab es Bedrohungen und versuchte Übergriffe auf vermeintlich Linke.

Nun war der TeBe (Tennis Borussia) Berlin zu Gast und mit ihm 3o Fans, die als links gelten. Bis zum Ende des Turniers sollten sie nicht bleiben können.
Mehr und ausführlich dazu zu lesen sind die Berichte auf inforiot.de, publikative.org und der Fanseite “Der lila Kanal”.

Weiteres dazu folgt von uns demnächst.

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Es hat sich nichts geändert – Landespokalspiel SV Babelsberg 03 vs. FFC Viktoria

Am vergangenen Samstag, den 12. November stand das Spiel SV Babelsberg 03 (SVB) gegen den Frankfurter Fussball-Club Viktoria ’91 (FFC) an. In der 2. Runde des Krombacher Brandenburg Pokals im Frankfurter Stadion der Freundschaft begegneten sich die beiden Rivalen zum ersten Mal seit über sieben Jahren wieder auf dem Platz. Anlass für zahlreiche Anhänger_innen beider Clubs sich wieder zum Fussball zu begeben. Doch der Grund war nicht nur das spannende Spiel, sondern vielmehr das mögliche Aufeinandertreffen auf den politischen Gegner. Während bekanntlich die Fans des SVB als links gelten, machen die Hooligans des FFC keinen Hehl aus ihrer faschistischen Gesinnung. Entsprechend groß war dann auch das Polizeiaufgebot.

Etwa 50-60 Hools versammelten sich im Block des FFC. Diesen schmückten sie mit vier Transparenten von dem vor allem „Ruhm und Ehre dem FCV“ deutlich eine Anspielung auf eine verbrecherische Organisation ist. Unter den „FCVlern“ befanden sich aber nicht nur Frankfurter_innen. Zahlreiche Unterstützer_innen kamen aus anderen Städte, so zum Beispiel aus Cottbus und Berlin. Zu den rechtsoffenen Anhänger_innen von Union Berlin und Energie Cottbus pflegten die Frankfurter Hools schon des längeren Kontakt.

Unter den anwesenden Frankfurter_innen waren bekannte Gesichter. So u. a. Paul Pfeiffer, der verurteilte Gedenksteinschänder Andy Köpke1, Benjamin Richter, Sven Freimuth, Christoph Schöfisch und Christoph Zierott. Letztere beide beteuerten erst vor kurzem vor Gericht, sie hätten mit den FCV-Umfeld nichts mehr zu tun und würden nicht mehr zu Spielen gehen.2 Nicht im FCV-Block, jedoch beim Spiel anwesend war auch Andreas Bressel. Ebenfalls verurteilt und seit langem der Recherchegruppe als gewaltbereiter Neonazi bekannt.3

Beim Eintreffen der ersten der über 200 angereisten Babelsberger Fans wurden diese mit antisemitischen Sprechchor begrüßt („Jude, Jude, Jude“). Im folgenden versuchten die Neonazis zudem den Babelsberger Block anzugreifen. Es flogen Leuchtmunition und Böller in Richtung der Gästefans. Nachdem die Polizei die Lage wieder unter Kontrolle gebracht hatte begann das Spiel und weitere Provokationen seitens der selbsternannten FCV-Fans. Die zu hörenden Sprechchöre hatten wenig mit Fussball zu tun. Neben dem besagten „Ruhm & Ehre des FCV“, wurde weitere deutlich rassistische und antisemitische Sprechchöre gerufen, so u.a. „Babelsberg 03 – Arbeit macht frei!“, „Babelsberg 03 – Zecken, Zigeuner, Juden“4 sowie Affen-Laute gegenüber einem Spieler des SVB. Später stimmten die „Heim-Fans“ auch noch ein Lied der Lunikoff-Verschwörung des verurteilten Landser-Sängers Michael „Lunikoff“ Regner an.5 Sanktionen seitens der Polizei oder gar anderer Fans des FFC blieben aus.

Im weiteren Spielverlauf zündeten die FCV-Hools Bengalos und Knaller, was beinahe einen Spielabbruch provoziert hätte.
Je länger das Spiel ging, desto weniger war von den rechten Hools zu hören. Nach Spielabschluss blieb es ruhig. Es kam zu keinen weiteren Auseinandersetzungen. Auch abends in der Stadt wurden keine Vorkommnisse bekannt.

Für Fussballinteressierte: Das Spiel endete 4:2 nach Verlängerung für den SVB.

Der “FCV”-Block scheint wenig Interesse am Fussball zu zeigen.

1 http://recherchegruppe.wordpress.com/2007/03/01/gedenksteinschandung-endet-vor-gericht/
2 http://recherchegruppe.wordpress.com/2011/03/15/prozess-gegen-fcv-hooligans-beginnt/
3 http://recherchegruppe.wordpress.com/?s=Bressel
4 Sprechchöre zu hören u.a. hier: http://www.myvideo.de/watch/4061923/Fussballkaoten_aus_Cottbus_in_Frankfurt_gegen_Babelsber
5 Vom Frühstück bis zum Abendbrot, http://www.lyricstime.com/die-lunikoff-verschw-rung-vom-fr-hst-ck-bis-zum-abendbrot-lyrics.html

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Zeitreise: Blood & Honour – Demo am 24. September in Frankfurt (Oder)?

Hiermit veröffentlichen wir zwei Artikel von inforiot.de und oireszene die von einem angeblichen Neonaziaufmarsch am 24. September in Frankfurt berichten.

Aufruf militanter Rechter wird zurzeit im Internet verbreitet / Anlehnung an Norwegen-Anschläge

INFORIOT Im Internet kursiert derzeit ein Flugblatt, das eine Neonazidemonstration am 24. September in Frankfurt/Oder ankündigt. Der in holprigem Englisch verfasste Text ruft zu einem Aufmarsch an diesem Tag auf, der um 10 Uhr am Hauptbahnhof starten soll. “Indoors and Outdoors – A front”, lautet das Motto: “Drinnen und draußen – eine Front!” Die Aktion soll Teil des “White Prisoner and Supporter Day” sein, einem derzeit in der rechten Szene diskutierten Solidaritätstag für inhaftierte Neonazis.

Bezüge zum verbotenen “Blood & Honour”-Netzwerk

Das Flugblattlayout ist mit einer Triskele und den Buchstaben “RVF” versehen – das ist das Logo der britischen Neonazigruppe “Racial Volunteer Force”, einem Ableger der terroristischen “Combat 18″.

Außerdem ist der Name “Ian Stuart” als eine Art Überschrift auf das Flugblatt geschrieben. Ian Stuart war Sänger den Neonaziband Skrewdriver und Begründer des Rechtsrock-Netzwerks “Blood & Honour”, welches in Deutschland im Jahr 2000 verboten wurde. “Combat 18″ gilt als militanter Arm von “Blood & Honour”. Ian Stuart verstarb bei einem Autounfall am 24. September 1993 – der Demotermin in Frankfurt/Oder ist also der Jahrestag seines Todes.

Nazi-Flugblatt mobilisiert zur Demonstration in Frankfurt (Oder).

Anlehnung an Norwegen-Morde

Im Flugblatttext findet sich zudem folgender Satz: “A man with a faith is a thousand times stronger, as 100 men with interests”. Damit lehnt sich der Demoaufruf an den rassistischen Norwegen-Attentäter Anders Breivik an. In einer vielbeachteten Twitternachricht hatte dieser kurz vor seinem Gewaltexzess verkündet: “One person with a belief is equal to the force of 100 000 who have only interests.” (Etwa: “Ein Mann mit einer Überzeugung ist so stark wie 100.000 Leute, die nur Interessen haben.”)

Der Ausspruch geht auf einen Aufsatz des englischen Philosophen John Stuart Mill von 1861 zurück.

Logo der “Racial Volunteer Force”.


Internationale Nazivernetzung

Die Internetseite, die für den “White Prisoner and Supporter Day” mobilisiert, gibt ein Postfach in Eisenhüttenstadt als Kontaktadresse an. Dort wird sich auf eine internationale Vernetzung von Neonazis berufen, welche die Initiative unterstützen würde. Genannt werden neben Deutschland auch Neonazigruppen aus den Ländern Griechenland, USA, Kanada, Spanien und Serbien. Auf deutschen Neonazi-Webseiten wird die Demonstration bisher noch kaum beworben.

Auf der Seite wird übrigens für die Terminwahl das Gründungsdatum der “Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene” als Bezugspunkt genannt. Dieses wäre laut eines Vereinsregistereintrags jedoch der 21. September 1979.

Ob und von wem die für Frankfurt/Oder geplante Demonstration bereits angemeldet wurde, ist derzeit unbekannt.

Werbung für den Demotermin auf einer griechischen Neonaziseite.


Nachtrag 4. August

Laut einer Meldung der Märkischen Oderzeitung ist die Demonstration inzwischen angemeldet worden. Zitiert wird Polizeisprecher Detlef Lüben, der von einer “anonymen Anmeldung” für einen “Ian-Stuart-Gedenkmarsch” mit 800 TeilnehmerInnen spricht. Anonyme Anmeldungen für Demonstrationen gibt es im deutschen Versammlungsrecht nicht. Die MOZ bezeichnet in ihrer Meldung den Briten Ian Stuart als “Sänger einer amerikanischen Neonaziband”.

In der Kommentarspalte dominieren indes Stimmen, die – in Bezug auf die Nazidemo! – vor “linker Gewalt und Zerstörung” und “osteuropäischer Kriminalität” warnen. Ein User “Kaufmann” schreibt: “Ich verstehe nicht, warum solche Gedenkmärsche [..] immer auf solche Kritik stoßen. Warum muss man dagegen demonstrieren [..], indem man Steine wirft und fremdes Eigentum beschädigt? Was geht in den hohlen Köpfen vieler Linker nur vor?”

Quelle: http://inforiot.de/artikel/frankfurtoder-nazidemo-september

24.9.2011: „Blood & Honour“-Aufmarsch plus „ISD“-Konzert?

Wir berichteten an dieser Stelle bereits am vergangenen Wochenende über einen für den 24.9.2011 in Frankfurt/Oder (Brandenburg) geplanten Aufmarsch des in Deutschland verbotenen „Blood & Honour“-Netzwerkes. Nun soll am selben Tag – laut Ankündigung auf verschiedenen Naziseiten – auch noch ein „Ian Stuart Memorial“-Konzert mit verschiedenen NS-Bands stattfinden. Auf dem Konzertflyer befindet sich das Logo der neonazistischen „HNG“ und der „White Prisoner and Supporter Day“-Kampagne. Es werden bisher folgende NS-Bands angekündigt: „Painful Awakening“ (D), „Second Class Citizen“ (D), „Murder In Society“ (D), „Tiskel“ (Chile) und eine „Überraschungsband“.

Mittlerweile haben die Nazis einen „Ian Stuart Gedenkmarsch“ mit 800 Teilnehmern angemeldet – siehe: Neonazis melden Demonstration an

Quelle: http://oireszene.blogsport.de/2011/08/04/24-9-2011-blood-honour-aufmarsch-plus-isd-konzert/

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Prozess gegen FCV-Hooligans beginnt

Am kommenden Mittwoch, den 16. März müssen sich Patrick Dorn, Nico Fleischer, Christoph Schöfisch, Christoph Zierott und Ferenc Herrmann vor dem Amtsgericht Frankfurt (Oder) verantworten. Die fünf, der Recherchegruppe als Hooligans aus dem Umfeld der extrem rechten FCV-Anhängerschaft bekannt, haben zusammen mit zehn, bislang unbekannt gebliebenen Personen in der Nacht vom 8. auf den 9. November 2008 Antifaschist_innen vor der Kneipe „Die Bierbar“ attackiert. Vorausgegangen war dem bereits eine Sachbeschädigung im Wohnhaus Berliner Straße 24, in dem sich auch die Räumlichkeiten des linksalternativen Kulturvereins Utopia e.V. befinden. Dabei wurden Plakate und ein Vereinsbannder abgerissen bzw. gestohlen. Des weiteren wurden Sticker der FCV-Hooligans hinterlassen [1]. Die Täter können zum gleichen Personenumfeld wie die Angeklagten gezählt werden.
Nach nunmehr über 2 Jahren wird dieser Fall verhandelt. Insgesamt sind dafür fünf Verhandlungstage angesetzt. Nach dem Prozessauftakt am 16. März folgen die weiteren Termine am 22.03, 29.03., 04.04. und 14.04.2011. Alle Verhandlungen finden im Saal 003 des Amtsgerichts statt und beginnen um 9 Uhr.

1 http://recherchegruppe.wordpress.com/2008/11/20/erneuter-angriff-auf-kulturverein/

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Frankfurter Neonazi in Berlin verurteilt

Vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten fand am 16.August der Prozess gegen den jungen Frankfurter Neonazi Michael Hecke statt. Ihm wurde vorgeworfen am 1.Mai diesen Jahres einen Zivilpolizisten während eines Spontan-Aufzuges von rund 320 Neonazis auf dem Kurfürstendamm mit einer Fahnenstange geschlagen zu haben. Dabei erhielt der Geschädigte eine blutende Verletzung an der Unterlippe.
Ursprünglich waren die Neonazis unterwegs zur Bornholmer Strasse um an einem geplanten Aufmarsch teilzunehmen. Am S-Bahnhof Halensee verließen sie jedoch den Zug und waren unterwegs Richtung westlicher Innenstadt.

Vor dem Richter machte der zur Tatzeit 18-jährige keine Angaben zu den Geschehnissen. Vor dem Untersuchungsrichter während seiner U-Haft deutete er aber an, er wisse nicht genau ob er diese Tat begangen hätte und wenn ja, könne er sich daran nicht mehr erinnern. Diese nebulöse Aussage fand allerdings vor Gericht keine weitere Beachtung.
Der geschädigte Beamte konnte sich an den Täter ebenso nicht erinnern. Für ihn kam die Situation zu plötzlich.

Zur Klärung der Schuld des Frankfurters konnten schließlich nur die vorliegenden Foto- und Videoaufnahmen herangezogen werden. Auf diesen ist Michael Hecke, der zur Zeit bei einer Leiharbeitsfirma für die Solarfabrik „conergy“ tätig ist, deutlich an seiner markanten Kleidung zu erkennen. Er trug an diesem Tag ein Pali-Tuch, sowie ein T-Shirt mit der Aufschrift „Todesstrafe für Kinderschänder“ und einen Eastpak-Rucksack. Zudem hielt er die Tatwaffe, eine zusammengerollte Fahne, in der Hand. All diese Gegenstände konnten bei der späteren Wohnungsdurchsuchung sichergestellt werden.
Obwohl sein Kleidungsstil nicht unüblich für die extrem rechte Szene ist, konnte auf den Videos und Fotos keine vergleichbar gekleidete Person erkannt werden. Somit stand für das Gericht und den Staatsanwalt die Schuld von Michael Hecke fest. Er wurde schließlich zu einer Jugendstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten verurteilt. Diese wurde zunächst für 4 Monate ausgesetzt. Nach dieser Zeit wird dann entschieden, ob der Frankfurter hinter Gitter muss oder sich bewähren darf.

Für diese Verurteilung wurde ein weiterer Fall mit einbezogen. So wurde Hecke bereits am 6.Mai 2009 wegen gemeinschaftlich schwerer Körperverletzung und Bedrohung vom Amtsgericht Eisenhüttenstadt zu einer Bewährungsstrafe von 1 ½ Jahren verurteilt. So habe er am 2.September 2008 mit einem Mittäter am Hauptbahnhof Frankfurt (Oder) grundlos eine Person zusammengeschlagen und schwer verletzt. Weitere drei Fälle aus den Jahren 2008 und 2009 sind bekannt.

Auch als Neonazi ist er kein Unbekannter. So fiel er schon des öfteren bei Fussbalspielen im Umkreis der FCV-Hooligans auf. Ausserdem beteiligte er sich zusammen mit anderen Neonazis aus der Region an rechten Aufmärschen.

Michael Hecke (in schwarz) sowie weitere Neonazis (mit roten Bascaps) am 16. August vor dem Gerichtssaal.

Michael Hecke hinter dem Transpi der Kameradschaft NS/OS am 5. Dezember 2009 auf einer Nazi-Demo in Königs Wusterhausen.

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Ab in die Mark – Nazis aus dem Oderland unterwegs mit der KMOB

Die Kameradschaft „Märkisch-Oder-Barnim“ (KMOB) hatte für diesen Sommer ihre Kameraden zu einem großen Demomarathon quer durch mehrere Städte Nordost-Brandenburgs gerufen. Vom 29.Mai bis zum 10.Juli sollte an jedem Wochenende ein Aufmarsch stattfinden. Letztendlich konnten von den geplanten sieben Demonstrationen nur eine einzige stattfinden. Noch vor ihrem letzten Aufmarsch löste sich die KMOB auf. Denn es drohte ein mögliches Verbot durch das Brandenburger Innenminsiterium. Der Aufmarsch in Manschnow (10.Juli) wurde abgesagt.[1] Auslöser hierfür waren Hausdurchsuchungen in mehr als 20 Objekten in Berlin und Brandenburg am Morgen des 2.Juli bei denen Propagandamaterial und über 300 Waffen sichergestellt wurden.[2] Vorausgegangen waren zahlreiche Proteste des zivilgesellschaftlichen Bündnisses „Brandenburg – Nazifrei“. In diesem haben sich zahlreiche Gruppen und Einzelpersonen zusammengeschlossen und erfolgreich die Aufmärsche gestört und blockiert [3].

Interssant bei diesen eher kleinen Demonstrationen, die jediglich zwischen 70 bis 110 Faschist_innen auf die Strasse bringen konnten, war die Anwesenheit Oderländer Neonazis aus verschiedenen Störmungen innerhalb der extrem rechten Szene. Neben Einzelpersonen ohne feste Gruppenzugehörigkeit waren Personen aus dem Umfeld der FCV-Hooligans und der Kameradschaft „Freundeskreis NS/OS“ zu beobachten.

In Bernau bei Berlin, wo am 29.Mai der erste Aufmarsch der KMOB stattfinden sollte versammelten sich insgesamt rund 90 Neonazis.[4] Teilgenommen haben unter anderem fünf, als „Bahnhofs-Nazis“ bekannte Faschist_innen, die des öfteren am Hauptbahnhof von Frankfurt (Oder) anzutreffen sind. Dort fallen sie hauptsächlich durch Bier trinken und pöbeln auf, das nicht selten beim türkischen und asiatischen Imbiss. Auf Aufmärschen sind sie bislang noch nicht in Erscheinung getreten. In Strausberg nahm auch der mehrfach vorgestrafte Mario Schreiber (27) sowie mindestens eine aus dem FCV-Umfeld bekannte Person teil.

Neben diesen, in beiden Städten als Einzelpersonen ohne Gruppenzugehörigkeit angereisten Personen nahm eine, in der letzten Zeit häufiger in den Fokus der Recherchegruppe geratenen Gruppe teil. Es handelt sich um die aus dem Raum Eisenhüttenstadt/Frankfurt stammende Kameradschaft „Freundeskreis NS/OS“, die schon seit einiger Zeit auf Aufmärschen in ganz Ostdeutschland mit ihren Transparenten anzutreffen ist. Wie auch viele andere Kameradschaften geben sie sich betont militant und bezeichnen sich selbst als sogenannte „Autonome Nationalisten“ bzw. „Nationale Sozialisten“.

In Bernau, Bad Freienwalde (12.Juni) aber auch in Strausberg am 19.Juni beteiligten sie sich an den Aufmärschen. Bei der kurzfristig abgesagten Demo die in Eberswalde am 6.Juni stattfinden sollte, reisten sie stattdessen nach Hildesheim.
Zu den wichtigsten Protagonisten dieser Kameradschaft zählen Michael Meißner (23) aus Eisenhüttenstadt und der 20jährige Marten Erlebach aus Frankfurt. Letzterer scheint ebenfalls Kontakte zur NPD zu besitzen. So hängte er zusammen unter anderen mit Lars Beyer und Frank Odoy von der NPD Oderland im vergangenen Jahr Wahlplakate in der Oderstadt auf [5] oder besuchte mit der Vorsitzenden der NPD Oderland Manuela Kokott die Kameradschaftsdemo in Berlin am 10.Oktober 2009.

Über den „Freundeskreis NS/OS“ sowie die sogenannten „Autonomen Nationalisten“ in der Region werden wir in Zukunft noch einamal ausführlicher berichten. Denn auch in Frankfurt (Oder) konnten in den letzten Monaten vermehrt Aktivitäten beobachtet werden.

Quellen:

1 http://www.inforiot.de/artikel/kmob-loest-sich-auf
2 http://www.tagesspiegel.de/berlin/brandenburg/mehr-als-300-waffen-bei-neonazis-gefunden/1873596.html;jsessionid=4BE82079C2B5CB0DAD26F9BA7743DD34?
3 http://www.brandenburg-nazifrei.de
4 http://inforiot.de/artikel/bernau-bleibt-nazifrei
5 http://recherchegruppe.wordpress.com/2009/09/15/npd-hangte-wahlwerbung-in-frankfurt/

Michael Meißner am 29.Mai in Bernau.

Frankfurter “Bahnhofs-Nazis” bei einen ihrer wenigen Ausflüge am 29.Mai in Bernau.

Mario Schreiber (rechts) zusammen mit einem bekannten Hooilgan des FCV (mit Sonnenbrille) in Strausberg am 12.Juni.

Auch in Strausberg eine Enttäuschung erlebt: Marten Erlebach.

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Hooligans des FFC Viktoria ’91 e.V. versuchten, Berichterstattung der Recherchegruppe zu verhindern

Recherchegruppe berichtet weiterhin, aber unter neuer Adresse

Dass Neonazis immer wieder versuchen, mit Hilfe von Rechtsanwält_innen objektive Berichterstattung zu unterbinden, ist nicht neu. Im März und April hatte es auch die Recherchegruppe getroffen. Patrick Dorn, Sven Freimuth und Christian Brendel, über deren Aktivitäten wir ausgiebig berichtet hatten, gefiel es offenbar gar nicht, dass eine Personenrecherche im Internet in den ersten Positionen direkt auf unsere Seiten und somit auf deren Gesinnung und gewalttätige Aktivitäten verwies.

Zunächst meldete sich Anfang März ein (vermeintlicher) Rechtsanwalt telefonisch bei unserem Provider und verlangte die Löschung des Bildes und des Namens von Patrick Dorn aus einem Beitrag, in dem wir über seine Beteiligung an einem Angriff auf die Räume des Utopia e.V. am 8. November 2008 berichteten*. Hierbei kam es zu Sachbeschädigungen und körperlichen Auseinandersetzungen mit Gästen des Vereins und Bewohner_innen des Hauses, in dem sich die Räumlichkeiten des Vereins befinden. Die Beteiligung Dorns an dem Angriff steht außer Zweifel. Er konnte damals von Zeugen eindeutig identifiziert werden. Die Recherchegruppe wird Anfang September erneut über das Geschehen berichten, da am 25. und 31. August 2010 am Amtsgericht Frankfurt (Oder) die Anklage in dieser Sache gegen Patrick Dorn und weitere Personen verhandelt wird.

Wenige Wochen später meldete sich dann Christian Brendel bei unserem Hoster und forderte ebenfalls die Löschung seiner Bilder und seines Namens aus unseren Berichten. Zwischenzeitlich traf unter der Kontaktadresse der Recherchegruppe auch ein Schreiben einer Rechtsanwältin ein, die sich für Sven Freimuth mit gleichem Ansinnen meldete.

Da die juristischen Konsequenzen in erster Linie unseren Hoster getroffen hätten, beschloss die Recherchegruppe in Absprache mit blogsport, die Seite vorerst vom Netz zu nehmen. Zwischenzeitlich sind wir zu einem neuen Anbieter gewechselt und werden zukünftig weiter in gewohnter Qualität von neonazistischen Aktivitäten aus der Region Frankfurt (Oder) berichten.

Unser Anliegen ist es, ausführlich über die extreme Rechte zu berichten, um ihr somit die Rückzugsräume zu nehmen. Versuche, unsere Arbeit zu unterbinden, zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Neonazis haben auch in Zukunft Namen und Gesichter.

* http://recherchegruppe.wordpress.com/2008/11/20/erneuter-angriff-auf-kulturverein/

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Frankfurter Neonazis demonstrieren am 10.10.09 in Berlin

Erneut haben sich mehrere Frankfurter an einer neonazistischen Demonstration beteiligt. Dazu reisten sie am 10.Oktober nach Berlin. Der von dem ehemaligen Mitglied der verbotenen „Kameradschaft Tor“ Sebastian Schmidtke initiierte Aufzug stand unter dem unmissverständlichen Motto „Vom nationalen Widerstand zum nationalen Angriff – Damals wie heute – Kampf der Rotfront“.
Anlass der Demonstration war ein Angriff auf die als Sturmlokal bekannte Szenekneipe „Zum Henker“ in Berlin-Niederschöneweide am voraus gegangenen Wochenende. Während die Neonaziszene versuchte die Attacke Antifaschist_innen zuzuschreiben und damit für sich nutzbar zu machen, ergaben die Ermittlungen der Polizei ein ganz anderes Bild. In der Pressemeldung der Berliner Polizei, die die vermeintlichen Täter inzwischen ermitteln konnte, heisst es, diese hätten aus Rache gehandelt da ihnen zuvor der Einlass zum Lokal verwehrt wurde. Sie hätten nicht aus politischer Motivation gehandelt und wären auch nicht „der linken Szene zuzurechnen.“
Die ca. 750 Teilnehmer_innen der Demonstration waren vor allem dem Spektrum der sogenannten „Autonomen Nationalisten“ zuzuordnen, die an der nationalsozialistischen Ideologie festhalten und Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus propagieren. Entsprechend aggressiv war das Auftreten der überwiegend schwarz gekleideten Teilnehmer_innen des Zuges, in dem auch Mitglieder der kürzlich verbotenen Kameradschaft “Frontbann 24″ mitliefen. Journalist_innen wurden bei ihrer Arbeit bedrängt und bedroht. Namen von vermeintlichen Antifaschist_innen wurden über den Lautsprecherwagen der Neonazis verlesen und zur gezielten Gewalt gegen diese aufgerufen. Mehrere der Frankfurter Neonaziszene zuzurechnende Personen waren zur Teilnahme an dem Aufzug nach Berlin gereist. In dem Zug liefen u.a. Martin Wilke,Willi Muchajer und Mario Schreiber. Insgesamt beteiligten sich knapp 10 Personen aus Frankfurt (Oder) an der Demonstration.

Quellen:

Fotos von [recherche ost]


Frankfurter auf der Demonstration. U.a. im Bild: Martin Wilke (links mit Sonnenbrille), Willi Muchajer (rechts oben mit blauer Harrington-Jacke).

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Fotografieren Nazigegner_innen am Rande des Zuges: Mario Schreiber (rechts) und ein weiterer Frankfurter Neonazi.


Mario Schreiber (rechts) mit Freund.


Martin Wilke (links im Hintergrund) mit Begleitung.


Willi Muchajer alias „Big Will“.

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27.9.– Wahlpleite für neonazistische Parteien in Frankfurt (Oder)

Das Superwahljahr ist vorbei. Zumindest sind sämtliche Urnengänge in Frankfurt (Oder) vollzogen. Die Auszählungen der Bundes- und Landtagswahlen ergaben unter dem Strich ein maues Ergebnis für die neonazistischen Parteien NPD und DVU. Bereits chancenlos bei der Bundestagswahl, ist nun, nach zwei Legislaturperioden mit Präsenz der DVU, der Brandenburger Landtag wieder frei von Neonazis. In Frankfurt (Oder) bekommen beide Parteien nach wie vor keinen Fuß auf den Boden. Sie verlieren sogar in hohem Umfang Wähler. Ein Überblick.

Die Brandenburger Landtagswahl

Bei den Brandenburger Landtagswahlen am 27.September erhielt die nach dem Ende des sogenannten „Deutschlandpaktes“ mit der DVU erstmals wieder selbst angetretene NPD auf Landesebene 2,5 % der Stimmen. Dies entspricht 35.544 Stimmen. Deutlich darunter liegt der Stimmenanteil der Partei in Frankfurt (Oder): Mit nur 1,8 % gehört der Wahlbezirk 35 zu jenen, in denen die NPD landesweit betrachtet am schlechtesten abgeschlossen hat. Auch der hier angetretene auswärtige Direktkandidat der Partei Lars Beyer erhielt mit 2,1 % das zweitschlechteste Ergebnis der 37 aufgestellten NPD-Mitglieder.
Die DVU, die ohne Direktkandidaten angetreten ist, kam brandenburgweit und ebenso in Frankfurt (Oder) auf grade einmal 1,2 % der Stimmen. Gemessen an den 6,1 % die sie noch 2004 erhielt, hätte der Verlust kaum größer sein können.
Die neonazistischen Parteien verloren zudem in Frankfurt (Oder) zahlreiche Wähler. Für die NPD stimmten 559 Wähler. Die DVU konnte 372 Stimmen erlangen. Summiert sind das 931 Stimmen und damit 414 Stimmen weniger als die DVU bei der Landtagswahl 2004 in Frankfurt (Oder) erreichte. Ein Verlust von ca. 25%. Und dies obwohl die Wahlbeteiligung in Frankfurt (Oder) in diesem Jahr rund 10% höher lag als 2004.

Die Bundestagswahl
Die NPD kommt auf Bundesebene zwar nur auf 1,5 % der abgegebenen Stimmen. In Brandenburg erreichte sie mit 2,6 % der Stimmen aber ein deutlich stärkeres Ergebnis. Im Wahlkreis 64, der neben dem als Hochburg der NPD in Brandenburg geltendem Landkreis Oder-Spree u.a. auch Frankfurt (Oder) umfasst, erhielten die Neonazis sogar 3,0 % der Zweitstimmen, und Multifunktionär Klaus Baier konnte gar 3,9 % der Erstimmen für sich verbuchen. Die DVU dagegen ist massiv abgeschlagen. Sie erhielt nur 0,1 % der Stimmen auf Bundesebene, dabei 0,9 % in Brandenburg und 0,8 % in Frankfurt (Oder).

Adieu Deutschlandpakt
Leider liegt das schlechte Abschneiden der rechten Parteien wohl nicht an ihren neonazistischen Inhalten. Entgegen des 2005 geschlossenen Abkommens zwischen NPD und DVU, sich nicht gegenseitig die Stimmen zu stehlen, traten nun doch beide Parteien auf Landes- und Bundesebene gegeneinander an. Die bis dato geltente Abmachung im Rahmen des sogenannten „Deutschlandpaktes“ sah vor, dass nur die DVU in Brandenburg auf den Wahlzetteln steht. Die NPD, welche in den letzten Jahren ihre Strukturen in Brandenburg ausgebaut hat, wollte es sich nicht nehmen lassen, diese auch bei den Wahlen zu erproben. Insbesondere durch das schlechte Ergebnis der DVU bei den Europawahlen und ihrer Passivität in Brandenburg fühlte sich die NPD ermutigt, den Pakt zu brechen. Das Ergebnis freilich, dass nun beide Parteien an der 5 % – Hürde scheiterten, wird beide Parteien nicht zufriedenstellen können.

DVU – Ab in die Versenkung
Nach zwei Wahlperioden verliert die DVU nun die letzten sechs Landtagsmandate, die ihnen bundesweit geblieben sind. In Anbetracht der hohen Überalterung ihrer Mitglieder, Übertritten zur NPD, ihrer faktischen Nichtwahrnehmbarkeit und mangelnden politischen Erfolge könnte die Brandenburger Landtagswahl das Ende der Partei eingeläutet haben.

Wahlniederlage in Frankfurt (Oder)
Die Ergebnisse beider neonazistischer Parteien in Frankfurt (Oder) müssen nicht zuletzt aufgrund des massiven Verlustes an absoluten Stimmen als Niederlage betrachtet werden. Beide Parteien konnten trotz ambitionierten Plänen in den vergangenen Jahren keine Strukturen in der Oderstadt verankern und waren somit auch im diesjährigen Wahlkampf auf die Intervention von Aussen angewiesen. So konnte die DVU lediglich einmal im Wahlkampf in Frankfurt auftreten, als sie im Rahmen einen landesweiten Kundgebungs-Tour hier Station machte. [1] Vor Ort verfügt die Partei derzeit über keinerlei aktive Kader.
Die Pläne der NPD zum Aufbau eines aktiven Ortsverbandes in Frankfurt (Oder) scheiterten kläglich. So wurden auch keine Informationsstände oder Kundgebungen während des Wahlkampfes in der Stadt durchgeführt. Die Partei musste sich ihrer Aktivisten aus dem Umland bedienen um Wahlplakate in der Stadt zu hängen. [2] Mindestens einmal wurde auch Frankfurt von einem im Landtagswahlkampf landesweit eingesetzten Propagandafahrzeug der NPD durchfahren und beschallt. Zudem gelang es der NPD durch Unterstützer in einigen Stadtteilen Flugblätter im Vorfeld der Wahlen zu verteilen.
Äußerst positiv ist die kurze Verweildauer zahlreicher Wahlpappen beider Parteien in der Stadt zu erwähnen. Die hier gezeigte Zivilcourage gegen nationalistische Hetze ist begrüßenswert und ein Baustein für die Wahlniederlage von DVU und NPD in Frankfurt (Oder).

Quellen:

1 http://recherchegruppe.wordpress.com/2009/08/14/dvu-machte-station-in-frankfurt-%E2%80%93-ohne-erfolg/
2 http://recherchegruppe.wordpress.com/2009/09/15/npd-hangte-wahlwerbung-in-frankfurt/

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NPD hängte Wahlwerbung in Frankfurt

Den ruhigen Sonntagnachmittag nutzte die NPD am 13.September dazu, um noch zwei Wochen vor den Wahlen ihre Wahlwerbung in den Frankfurter Strassen aufzuhängen. Genauer gesagt auf der wichtigsten Frankfurter Strasse, dem sogenannten „HighWay“. Entlang der vierspurigen Nord-Süd-Achse begannen sie ca. 14h damit an den Laternenmasten ihre teils offen rassistische Wahlwerbung aufzuhängen. Neben Plakataufschriften, wie „Heimreise statt Einreise“, „Arbeit zuerst für Deutsche“ oder „Vaterland, Muttersprache, Kinderglück“, präsentierte sich auch Lars Beyer auf Plakaten als Direktkandidat für die Landtagswahlen den Frankfurter_innen [1].

Aus Angst vor allzu schnellem Entfernen der Neonazi-Propaganda wurden die Plakate mit Hilfe einer Leiter in 5-6m Höhe an nahezu alle Laternen entlang der Strasse gehängt. Neben Lars Beyer und den Brandenburger NPDler Frank Odoy sowie Manuela Kokott, die ebenfalls als Direktkandidatin für den Wahlkreis 30 (Oder-Spree III) [2] antritt, halfen noch zwei weitere Faschisten beim Aufhängen der Pappen. Einer von Ihnen ist auch als Anhänger der neonazististischen FCV-Hooligans [3] in Frankfurt (Oder) bekannt. Als Transportmittel nutzten die „Nationaldemokraten“ einen Metallic-Blauen VW Bus (B-DR 3866) aus der Berliner Parteizentrale. Dieser diente auch schon als Begleitfahrezeug auf mehreren NPD-Demonstrationen, wie etwa am 1.12.07 in Berlin-Rudow [4].

Beim Aufhängen blieben sie allerdings nicht unbeobachtet. Zwei Antifaschist_innen verfolgten das Treiben der NPDler. Diese fühlten sich allerdings dadurch etwas gestört. Neben Frank Odoy, der die beiden Antifas noch zu sich nach Hause in Fürstenwalde einlud, war insbesondere Lars Beyer nicht sonderlich erfreut über die beiden kritischen Begleiter_innen. Bekleidet mit Stiefeln und Kampfhose versuchte er recht sportlich, die Antifaschist_innen zu verfolgen, was ihm aber misslang.
Die NPD hat in der Vergangenheit schon des Öfterenen gezeigt, wie sie gegen ihre Kritiker_innen vorgeht. Stefan Köster, NPD-Landesvorsitzender in Mecklenburg-Vorpommern, trat am Rande einer Wahlkampfveranstaltung der NPD in Schleswig-Holstein Ende 2004, wo es zu Protesten kam, auf eine am Boden liegende Demonstrantin ein. Er wurde dafür rechtskräftig verurteilt [5].

Letzten Hochrechnungen zufolge liegen die rechten Parteien zusammen bei 4% bei den Brandenburger Landtagswahlen [6]. Ob NPD oder DVU es doch noch in den Landtag schaffen, wird sich dann wohl erst am Wahlabend zeigen. Mit ihren Wahlplakaten können sie in Frankfurt indes kaum Stimmen holen. Nach nur zwei Tagen sind so gut wie alle aufgehängten DVU- & NPD-Pappen aus dem Stadtbild verschwunden.

Quellen:

1 http://recherchegruppe.wordpress.com/2009/08/14/lars-beyer-npd-direktkandidat-fur-frankfurt-oder-wahlkreis-35/
2 http://www.wahlen.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb1.c.170347.de#Wahlkreis30
3 http://recherchegruppe.blogsport.de/2008/12/02/keine-besserung-in-sicht/
4 http://de.indymedia.org/2007/12/201016.shtml
5 http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2005/npd46.html
6 http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/brandenburg.htm


NPDler Frank Odoy (in Rot) begrüßt die ihn beobachtenden Antifaschist_innen.

NPD-Helfer beim Plakate aufhängen in der Leipziger Strasse.

Hilft auch mal bei der NPD aus: Selbsternannter “Autonomer Nationalist” Marten Erlebach aus Frankfurt.

Lars Beyer auf einem NPD-Plakat in der Leipziger Strasse kurz nach dem Aufhängen. Inzwischen wurden fast alle Plakate wieder entfernt.

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